Die Alarmzeichen mehren sich, dass unsere Lebensweise darin endet, nicht nur das menschliche Zusammenleben, sondern unseren gesamten Planeten zu plündern und nachhaltig zu zerstören. Durch die aktuell vorherrschende Strategie „Wirtschaftswachstum um jeden Preis“ wird weltweit die Mehrheit der Menschen ausgebeutet, ihrer Lebensgrundlage beraubt und natürliche Ressourcen unwiederbringlich zerstört. Die wachsende Vereinzelung und Konkurrenz unter den Menschen hält diese Ausbeutungsverhältnisse aufrecht und ermöglicht es kollektive Missstände als persönliches Scheitern in einer Welt voller Möglichkeiten umzudefinieren.

Immer öfter und immer drängender gestaltet sich die Suche nach Auswegen aus diesem System, das jedoch nur wenige wirklich durchschauen. Neue Lösungsansätze werden häufig innerhalb desselben Denksystems, derselben Ideologie gesucht, wodurch bestenfalls ein Kratzen an der Oberfläche möglich ist. Die aktuellen Bedrohungen und die wachsenden Unsicherheiten erfordern hingegen einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Es ist dringend notwendig, dass wir gewachsene Denkstrukturen, Annahmen über Wirtschaft und Gesellschaft, sowie unsere Wertvorstellungen hinterfragen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung und Veränderung zu kommen.

In der Veranstaltung „Höher - schneller - weiter? – Warum Wachstum um jeden Preis eine Alternative braucht!“ werden die Mechanismen des geltenden Systems durchleuchtet, alternative Ökonomien vorgestellt und neue Perspektiven eröffnet: Wie funktioniert eigentlich unser Wirtschaftssystem? Welche echten Alternativen gibt es? Wie können wir nachhaltig wirtschaften?

In vier Vorträgen: widmen sich die Referent*innen, Christian Felber, Simone Wörer, Andrea Baier und Heide Göttner-Abendroth, folgenden Fragen:

  • Welches Wertemodell liegt unserem aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem zu Grunde?
  • In welcher Gesellschaftsform leben wir eigentlich und gibt es Alternativen?
  • Welche Auswege aus dieser lebensbedrohlichen Krise kann die Gemeinwohl Ökonomie aufzeigen?
  • Welche Bedeutung hat das Prinzip des Schenkens?
  • Wie kann postkapitalistische Praxis aussehen und welche Rolle spielt die Subsistenzperspektive?
  • Welche Schlüsselfunktion kann gerade der Blick auf die Ökonomie matriarchaler Gesellschaften einnehmen, um unser aller Überleben zu sichern?

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema “Anfänge, Hürden, Erfolge - Visionen und Praxis gesellschaftlicher Transformation” mit allen Referent*innen statt. Im gemeinsamen Gespräch tauschen wir uns über konkrete Wege aus, wie jede/r Einzelne den Aufbau einer nachhaltigen Ökonomie mitgestalten kann, welche Hürden zu nehmen sind und welche Erfolge schon gefeiert werden dürfen!

Im Anschluß an die Tagung gibt es die Möglichkeit ab 17:00 Uhr den Tag mit einem Sundowner ausklingen zu lassen. In gemütlicher Atmosphäre bei Musik, Aperitif und Häppchen wird ein Raum für alle geschaffen, Projekte alternativen Wirtschaftens kennenzulernen, sich auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.