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Gesellschaft verändert sich. Wie wir unser Zusammenleben gestalten, welche Rituale wir dazu wählen, welche Werte und Prioritäten wir teilen und wie wir uns organisieren ist Veränderungen unterworfen. Im Moment sind wir an einem Punkt besonders starker gesellschaftlicher Veränderung, da wir grundlegende scheinbar selbstverständliche Übereinkünfte in Frage stellen oder die dafür gewählten Rituale nicht mehr funktionieren.

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Um die Dimension der aktuellen Veränderung zu verstehen, ist es hilfreich sich eines dieser Beispiele zu nehmen und sich vorzustellen, ob dies vor 100, vor 500 oder vor 1000 Jahren möglich gewesen wäre. Die Ehe oder Hierarchien in Frage zu stellen zum Beispiel hätte in jedem der genannten Zeiträume sicher für die Einzelperson kein gutes Ende genommen (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Heute haben wir die Möglichkeit, alles auf dem Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen.

Diese Veränderungen zeigen Auswirkungen auf vielen Ebenen: In persönlichen Beziehungen, in Unternehmen, in der Politik, in der Religion/Spiritualität. Um Veränderung bewusst mit gestalten zu können, müssen wir die Hintergründe für den aktuellen Gesellschaftswandel untersuchen.

Wieso und was genau passiert gerade hier bei uns?

Ein Versuch einer Erklärung

Eine plausible Erklärung ist, dass seit ca. 40 bis 50 Jahren das Patriarchat in unserem Kulturkreis zunehmend aufweicht, sich auflöst. Und was bedeutet Patriarchat?

Patriarchat – wörtlich übersetzt „Väterherrschaft“ – beschreibt eine Gesellschaftsform, in der dem Mann eine bevorzugte Stellung in Gesellschaft und Familie zukommt und es hat in der Regel folgende Merkmale:

  • Es gilt die Patrilinearität, d.h. die Verwandtschaft, Erbfolge und Namensgebung definiert sich über den Stammbaum des Vaters
  • Der Wohnsitz junger Paare ist bei den Eltern des Vaters bzw. die Frau geht zum Mann (u.U. auch in dessen Eigentum über), die sogenannte Patrilokalität.
  • Es herrscht Androzentrismus. Der Mann ist gesellschaftliches Zentrum und steht oben auf der Wertepyramide, dies wird auch materiell sichtbar und Machtposition werden über Geschlechtszugehörigkeit zugeordnet.
  • Die Gottesbilder sind männlich, es gibt einen dominierenden männlichen und transzendenten Gott.

Betrachtet man diese Merkmale wird klar, wir bewegen uns in Deutschland von einem klaren und strengen Patriarchat weg UND wir leben noch in einem, wenn auch in abgeschwächter Form. Weltweit gesehen dominieren allerdings nach wie vor teilweise sehr strenge Patriarchate deutlich.

Das Patriarchat geht einher mit der Ordnung der Hierarchie und beides begann sich - gleichzeitig mit dem Kapitalismus - Ende der Jungsteinzeit zu entwickeln. Das heißt, Patriarchate und Hierarchien waren für einen sehr langen Zeitraum der klare Orientierungsrahmen unserer Gesellschaften – und das natürlich mit entsprechenden Konsequenzen. Diese Konsequenzen und damit auch die Ordnung werden gerade in Frage gestellt und gehen zu Ende. Und wie bei jedem Umbruch stehen Ängste und Chancen, Krisen und Möglichkeiten direkt nebeneinander. Um diesen Ängsten und Zweifeln vorzubeugen und weil wir aber auch noch keine neuen etablieren Formen (z.B. für Zusammenleben und Gemeinschaft) haben, braucht es eine Vision.

Sich bewusst Fragen stellen

Wie wollen wir zusammenleben in privaten Beziehungen? Welche Aufgabe erfüllt die Ehe eigentlich noch? Sind „Führung auf Augenhöhe“, „Team- und Stärkenorientierung im Job“ Alternativen zur jetzigen Organisationsstrukturen und wie geht es mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau weiter? Welche Formen von Spiritualität und Riten finden wir, wenn die Ideen unserer monotheistischen Religionen nicht mehr greifen und wie wird sich Politik in Zukunft organisieren, wenn es immer weniger Parteimitglieder und Politikverdrossenheit gibt?

Sich diesen Fragen bewusst zu stellen und zu gestalten ist die Aufgabe unserer Generationen – und es ist eine große und großartige Aufgabe, der ich mich persönlich stelle und der wir hier im MatriForum nähern, in dem wir Raum für Austausch schaffen und uns auch alternative Gesellschaftsformen wie zum Beispiel Matriarchaten nähern.

Wie wollen wir zusammenleben in privaten Beziehungen? Welche Aufgabe erfüllt die Ehe eigentlich noch? Sind „Führung auf Augenhöhe“, „Team- und Stärkenorientierung im Job“ Alternativen zur jetzigen Organisationsstrukturen und wie geht es mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau weiter? Welche Formen von Spiritualität und Riten finden wir, wenn die Ideen unserer monotheistischen Religionen nicht mehr greifen und wie wird sich Politik in Zukunft organisieren, wenn es immer weniger Parteimitglieder gibt und die Politikverdrossenheit steigt?

Sich diesen Fragen bewusst zu stellen und Antworten zu gestalten ist die Aufgabe unserer Generationen – und es ist eine große und großartige Aufgabe, der ich mich persönlich stelle und der wir uns hier im MatriForum nähern, in dem wir Raum für Austausch schaffen und uns auch alternative Gesellschaftsformen wie zum Beispiel Matriarchaten nähern.

Matriarchate können uns lehren Gesellschaft entlang der Prinzipien von Gleichwertigkeit, Ausgleich und Nachhaltigkeit zu gestalten und uns darin unterstützen auch für unsere Gesellschaft praktikable Lösungswege zu finden.